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21.04.2013 - H1 (Spezial): 'Coming home' - Haltern macht in Herbede sein Meisterstück



Grenzenloser Aufstiegs-Jubel bei Frank Habbe und Keeper Jan Siemes (Foto: Biene Hagel, whp-online)
HSV Herbede – HSC Haltern-Sythen 33:36 (16:18)

Klar: Andreas Geilmann-Ebbert hatte alles im Karton – und ganz ohne Risiko. Als endlich der Schlusspfiff in der Horst-Schwartz-Halle im Wittener Stadtteil Vormholz ertönte, durfte der Team-Manager des HSC Haltern-Sythen die T-Shirts auch endlich auspacken. Das erste bekam der Meister-Trainer, Frank Mazur. „Coming home – Aufsteiger VL 2013“, steht drauf – und hinten jeweils der Name des Besitzers. Mit 36:33 (18:16) setzten sich die Seestädter am Samstag-Abend beim HSV Herbede durch und krönten schon am drittletzten Spieltag ihre herausragende Saison in der Landesliga-Staffel 3. 24 Spiele, 23 Siege, ein Unentschieden. „Wir haben super trainiert, die Mischung passt, und wir haben teilweise herausragende Einzel-Spieler“, fasste Frank Mazur das Halterner Meister-Rezept zusammen, als er dank der Bier-Dusche seiner Spieler schon klatschnass war.

Nun konnte der ehemalige Bundesliga-Spieler des DSC Wanne-Eickel auch zugeben, dass er sich und seine Mannschaft schon seit dem 25. Januar mit mehr als einem Bein in der Verbandsliga gesehen hatte. Das war der Tag, an dem der HSC seinen bisher einzigen Saisonpunkt beim 30:30 gegen den TuS Bommern abgegeben hatte. „Das war schwierig, aber danach mussten wir nur die Spannung hochhalten. Da war ja keiner, der gegen uns gewinnen kann“, sagte Frank Mazur. „Wir standen ja nicht einmal am Rand einer Niederlage.“ Und sie haben eben den einen oder anderen Top-Mann, der in der Lage ist, ein Spiel auch alleine zu entscheiden. Die Leistung, die zum Beispiel Frank Habbe in der Partie beim HSV Herbede ablieferte, war gerade in der ersten Halbzeit grandios. Neun seiner zwölf Treffer erzielte der 35-Jährige in den ersten 30 Minuten.

Allerdings brauchten die Halterner diesen Frank Habbe auch in so bestechender Verfassung, denn sonst wäre dem HSV Herbede vielleicht sogar etwas gelungen, das zwischen großer Überraschung und Sensation gelegen hätte. „Das war gegen einen sehr starken Gegner unsere beste Saison-Leistung“, sagte HSV-Trainer Uli Schwartz – wohl wissend, dass sein Team, hätte es häufiger in dieser Verfassung gespielt, nicht auf Rang zwölf und somit im Abstiegs-Kampf stünde. Dieser Auftritt gibt ihm Hoffnung für die kommende, eminent wichtige Aufgabe, „weil wir mit Spaß gespielt und als Mannschaft überzeugt haben“, sagte er. Am kommenden Samstag (27. April, 15 Uhr) gastieren die Herbeder in der Friedrich-Ebert-Halle bei der Ahlener SG II, die trotz Verstärkung aus dem Oberliga-Kader bei der DJK Westfalia Welper verloren hat und mit 12:36 Zählern auf dem ersten Abstiegsplatz einen Punkt hinter dem HSV liegt. „Ich wünsche mir in Ahlen auch so eine Leistung“, sagte Uli Schwartz.

Halterns Trainer Frank Mazur: „Wir waren im Angriff ein bisschen zu statisch“

Dass sein Team für das Meisterstück und die Rückkehr nach vier Jahren in die Verbandsliga so rackern musste, hatte Frank Mazur nicht überrascht. „Das war doch klar, dass die Herbeder um die letzten Meter kämpfen werden. Die haben gut gespielt“, sagte der HSC-Coach kurz nach dem Schlusspfiff, als der Doppel-Triumph des Klubs noch nicht perfekt war. Schließlich machte aber auch die zweite Mannschaft dank eines 33:30-Erfolges beim VfL Hüls den Meister-Titel in der Kreisliga perfekt und darf den Aufstieg in die Bezirksliga feiern. Indes hatte Frank Mazur bei seinem Team festgestellt, dass es gegen die Herbeder 3:2:1-Deckung nicht so richtig fluppte. „Wir waren im Angriff ein bisschen zu statisch“, sagte er. Und als keine vier Minuten vorbei waren, fehlten ihm schon der zweite Linkshänder. Julian Schrief (Knöchel-Verletzung aus dem Pokal-Finale vom Mittwoch) hatte erst gar kein Trikot angezogen, und Lars Herrmann zerrte sich beim vergeblichen Versuch, Herbedes Thomas Radtke zu bremsen, den Oberschenkel.

Und so kam es, dass nichts davon zu sehen war, dass diese beiden Mannschaften elf Landesliga-Plätze trennen. 6:6 stand es nach elf Minuten, nachdem Frank Habbe schon fünfmal für den HSC Haltern-Sythen getroffen hatte. Die Spielweise des Meisters kam den Herbedern auch entgegen. „Das Tempo mitzugehen, liegt uns mehr“, sagte HSV-Trainer Uli Schwartz, der sich nach 14 Minuten über eine 9:6-Führung seiner Mannschaft freuen durfte, nachdem Thomas Radtke, Walter Haupt von der Siebenmeter-Marke und Matthias Ciesiolka für einen 3:0-Lauf gesorgt hatten. Frank Mazur hatte erst einmal genug gesehen, er nahm eine Auszeit und beorderte seinen Co-Trainer Frank Habbe in der Abwehr von der halbrechten Position in den Mittelblock.

Herbedes Coach Uli Schwartz: „Ob man da Rot geben muss, weiß ich nicht“

Die Halterner brauchten dann keine drei Minuten, um dank Frank Habbe, der einen Freiwurf direkt verwandelte, und zweimal Felix Albers (einmal von der Siebenmeter-Marke) wieder auszugleichen. Und nach dem 14:14 setzte sich der Favorit zum ersten Mal in diesem Spiel auf zwei Treffer ab. Felix Albers und Timo Herrmann, der letzte gesunde HSC-Linkshänder, sorgten für das 16:14. Dieses Zwei-Tore-Polster behaupteten die Halterner bis zum Pausen-Pfiff, den Walter Haupt schon nicht mehr auf dem Feld erlebte. Die Unparteiischen erkannten einen Ellbogen-Schlag des Herbeders gegen Christian Drüppel, der den Ball beim HSV-Freiwurf nicht rausrücken wollte, und zeigten die Rote Karte. „Ob man da Rot geben muss, weiß ich nicht“, sagte Uli Schwartz. „Walter hat uns sehr gefehlt.“ Und angesichts dieses Strafmaßes hätte der HSV-Coach in der zweiten Halbzeit aus Schiedrichter-Sicht auch eine zweite Rote Karte folgen lassen, und zwar gegen Felix Albers nach dessen Attacke beim Gegenstoß gegen Thomas Radtke. Der Halterner kam mit einer Zeitstrafe davon.

Direkt nach dem Wechsel trafen Alexander Mazur, der in der ersten Hälfte nur einmal erfolgreich gewesen war, und Frank Habbe zum 20:16 für den HSC – und nun schien doch alles seinen vermeintlich normalen Lauf zu nehmen. Nahm es irgendwie auch, aber weiterhin mit erheblichem Widerstand des HSV Herbede, der ja zu diesem Zeitpunkt auch noch befürchten musste, dass sich die Ahlener SG II in Hattingen bei der DJK Westfalia Welper durchsetzen wird. Thomas Radtke von der Siebenmeter-Marke und Linkshänder Christoph Knufinke verkürzten nach dem 17:21 auch noch einmal auf 19:21 in der 37. Minute. Fortan aber kontrollierte der HSC Haltern/Sythen, der nach einem Ausflug in die 5:1-Variante zu seiner 6:0-Deckung zurückgekehrt war, das Geschehen und zog nach dem 24:21 sogar auf sechs Treffer davon. Alexander Mazur und zweimal Timo Herrmann hatten gegen Christian Scholz getroffen, der in dieser Phase auch zum zweiten Mal Siebenmeter-Sieger geworden war – in der ersten Hälfte gegen Felix Albers, diesmal gegen Alexander Mazur.

Zwischen den Pfosten im Stil eines Meister-Torwarts: Rico Robert

In dieser Phase wurde dann auch deutlich, was den HSC Haltern-Sythen die ganze Saison über ausgezeichnet hat. „Wir haben immer gute Antworten gehabt“, sagte Trainer Frank Mazur. „Gegen welche Deckung auch immer.“ Ein paar Antworten hatte an diesem Abend aber auch der HSV Herbede noch, und er schaffte es, nach dem 28:32 noch einmal auf 30:32 verkürzen, nachdem Albert Haupt und Thomas Radtke per Siebenmeter verwandelt hatten. Doch dann nahm die Partie endgültig ihren wohl meisterlichen Lauf: Die "Ente" Markus Engberding saß auf der Strafbank, und die Halterner nutzten die Zeitstrafe, um in Unterzahl durch Timo Herrmann und Alexander Mazur auf 34:30 zu erhöhen.

Ja und dann? Dann steht da auch noch einer Meister-Keeper zwischen den HSC-Pfosten. Christoph Knufinke wirft frei von der Rechtsaußen-Position: Rico Robert hält. Thomas Radtke wirft von der Siebenmeter-Marke: Rico Robert hält. Christoph Knufinke trifft zum 31:34, Christian Drüppel erhöht auf 35:31. Thomas Hütten versucht sich als Siebenmeter-Schütze: Rico Robert hält. Thomas Hütten setzt den Nachwurf an den Innenpfosten: Und Rico Robert hat das Teilchen. Gegen nur vier Halterner Feldspieler versuchen die Herbeder ihr Glück mit einer offenen Deckung. Was tun? Christian Drüppel, der Linksaußen, wirft einfach mal aus dem Rückraum. Drin! 36:31, und die Halterner Fans erheben sich von ihren Sitzen.

Die Party kann beginnen – und wie gesagt: Andreas Geilmann-Ebbert kann endlich seinen Karton auspacken. Auf dem Parkett der Horst-Schwartz-Halle tanzen die Halterner im Kreis, trällern vom Aufstieg und von der „Va-bands-li-ga“. Und später, wieder zurück in Haltern am See, feiern sie dann ihr Triple: nach dem Sieg im Kreispokal den Aufstieg in die Verbandsliga und den Aufstieg in die Bezirksliga. Das Westfälische Handball-Portal sagt: Herzlichen Glückwunsch!

HSV Herbede: Scholz, Jansen (n. e.) – A. Haupt (3), Ciesiolka (4), Knufinke (4), Ruschau (2), Radtke (11/3), Noth, Schmitz (1), Neubert (4), Hütten (1), W. Haupt (3/1).

HSC Haltern-Sythen: Siemes (1.-30.), Robert (31.-60.), Giera (n. e.) – T. Herrmann (6), L. Herrmann, Schulte-Lünzum (1), Engberding (1), Albers (7/2), Drüppel (3), Habbe (12), Schellhase, Redemann (n. e.), Mazur (6).


Foto-Strecke zum Meisterstück des HSC in Herbede


Bild-Bestellungen in hoher Auflösung sind bei Biene Hagel möglich
(biene@whp-online.de)



(webRedaktion whp-online, 20.04.13)

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