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07.12.2013 - H1 (Spezial): Aufsteiger Haltern stürzt Absteiger Hamm vom Thron



War im VL-Knaller von der Hammer Abwehr nicht wirklich zu stoppen: Alexander Mazur (Foto: Biene Hagel, whp-online)
VL2: HSC Haltern/Sythen – HSE Hamm 25:22 (12:13)

Die Älteren oder etwas Älteren können sich noch erinnern, als die Sporthalle des Schulzentrums vor großartigen Kulissen ein ständiger Ort von Handball-Festen war, als in Haltern Handball in der Regionalliga gespielt wurde. Drittklassig. Ganz so weit ist das Team des HSC Haltern-Sythen 2013/14 noch nicht, aber es lieferte am frühen Samstag-Abend ein eben solches Fest, in dem es den Oberliga-Absteiger HSE Hamm bezwang und sich selbst mit 18:2 Punkten an die Tabellen-Spitze der Verbandsliga-Staffel 2 setzte. Als Aufsteiger. Und dieses Team ist so jung! Trainer Frank Mazur, der sogar weiß, wie sich Bundesliga-Handball anfühlt, war jedenfalls mächtig stolz. „Das ist“, formulierte er sein Kompliment, „eine total geile Mannschaft, die nie aufhört. Das war ein Riesen-Spiel.“

Der Schlüssel zum Erfolg gegen die bis dahin ungeschlagenen Hammer war gar nicht mal ein komplizierter: Man nimmt einen Leon Schellhase, stellt diesen vorgezogen vor die 5:0-Abwehr und lässt ihn Marius Schrage oder, sofern dieser auf der Platte stand, Dainius Skarbalius verfolgen. „Alles kann man nicht verhindern“, sagte sein Trainer Frank Mazur, „aber das hat er schon großartig gemacht. Wir kassieren 22 Gegentore gegen Hamm, gegen den besten Angriff der Liga. Das sagt alles.“ Nicht ganz unbeteiligt daran war auch Rico Robert. Der Halterner Keeper, der in der ersten Halbzeit etwas im Schatten seines starken HSE-Gegenübers Veit Lichtenegger gestanden hatte, steigerte sich zu einer Super-Leistung.

Von einer geilen Mannschaft und Super-Leistungen hätte gerne auch Christof Reichenberger erzählt, für den die Partie in Haltern jedoch irgendwie nur die traurige Fortsetzung des Abwärts-Trends war – nach dem 28:25 bei der PSV Recklinghausen und dem 26:26 gegen den TuS Ferndorf II. „Man sieht, dass wir nicht mehr in Tritt sind, dass unsere Leistungsträger in einem tiefen Loch sind“, sagte der 41-jährige HSE-Coach in den Katakomben der Schulzentrum-Halle. „Beide Spielmacher versagen.“

Und diese beiden, der junge Tobias Lodenkemper und der alte Dainius Skarbalius, bekamen dann auch noch Extra-Fett. Während der 24-Jährige so neben sich stehe, erklärte Curry Reichenberger in aller Schärfe, müsse er von dem 38-Jährigen verlangen, dass dieser keinen Kopf-Leger mache, sondern durchziehe. „Wenn du so arrogante Kopfleger machst“, betonte der Hammer Trainer sehr deutlich, „wirst du bestraft.“ Null Treffer standen zur Freude der Halterner für die Hammer Nummer 13 im Protokoll. „Wir waren hier ohne Spiel-Macher. Es ist nicht die Bereitschaft da, 100 oder 110 Prozent zu geben“, ärgerte sich Christof Reichenberger und kündigte Konsequenzen an. Und zwar insofern, als „wir wieder mehr anziehen werden“.

Es ist zu vermuten, dass auch der neue Spitzenreiter angezogen hat, nämlich anschließend auf seiner Weihnachts-Feier. Schließlich hatte Trainer Frank Mazur, nachdem seine Frage in der Kabine nach der bisher letzten Heim-Niederlage unbeantwortet geblieben war, schon gesagt, dass „heute dafür kein guter Termin ist“. Diesen Biss, diesen Willen brauchten und zeigten seine Spieler dann auch, nachdem sie zunächst doch einige Probleme gehabt und die Partie eigentlich Alex Mazur gegen HSE Hamm geheißen hatte.

Zwischenzeitlich hatten die Hammer nach den Treffern von Nils Korte und Gregor Stefek mal mit 8:5 vorne gelegen, aber nach 18 Minuten stand es 7:8 aus Sicht des HSC – siebenmal Alex Mazur, achtmal HSE Hamm. So langsam begann dann aber die Phase, in der zwischen Halterns Pfosten wieder eine Macht wuchs: Rico Robert. Und dessen Vorderleute schafften beim 9:8 dank Jan Richter, als passives Spiel angezeigt war, ihre erste Führung. In die Kabine gingen aber die Hammer als Führende, nachdem Sören Feldmann, der auf der Linksaußen-Position eigentlich nur der Hallen-Dekoration gedient hatte, von der Siebenmeter-Marke zum 13:12 getroffen hatte.

Nach der Pause nahm Christof Reichenberger auch wieder von der Mann-Deckung gegen Halterns Alex Mazur Abstand, für die er sich in den letzten fünf Minuten des ersten Abschnittes entschieden hatte. „Dass Mazur zehn, zwölf macht, hatte ich auf dem Schirm“, sagte der HSE-Trainer. Zunächst blieb die Partie auch auf des Messers Schneide, obwohl nicht mehr zu übersehen war, dass sich HSC-Keeper Rico Robert inzwischen reichlich Respekt erarbeitet hatte und den Hammer Würfen oft die Präzision fehlte.

Innerhalb von fünf Minuten schaffte das Team von Trainer Frank Mazur dann die Vorentscheidung, als es von 18:18 (45.) auf 22:18 davonzog. Zumal Rico Robert in dieser Phase den Ball nach einem Wurf von Sören Feldmann sogar fing. Lars Herrmann, dessen Zwillings-Bruder Timo wegen einer Ellbogen-Verletzung nur für den Notfall auf der Bank gesessen hatte, Lukas Schulte-Lünzum, Leon Schellhase - nachdem Markus Engberding nach seinem Gegenstoß die Latte getroffen hatte - und Alex Mazur netzten ein. „Hier kommt Alex, Vorhang auf...“, dröhnten mal wieder die "Toten Hosen" aus den Boxen.

Noch 10:39 Minuten. HSE-Trainer Christof Reichenberger nahm eine Auszeit, und er wechselte den Torwart. Er brachte Jannik Presch für Veit Lichtenegger, der Armprobleme hat und deshalb auch momentan nicht der geeignete Mann für einen Gegenstoß-Pass ist. Zwar verkürzten Dominik Weigel und Marius Schrage bis zur 57. Minute noch einmal auf 22:24 für die Hammer, aber sie waren nicht mehr in der Lage, den neuen Primus zu einem konditionellen Einbruch zu zwingen oder gar zu gefährden. Zumal sie viel zu viele technische Fehler machten. „Wir haben gegen nur sechs Leute gespielt. Die Halterner haben ja gar nicht gewechselt“, sagte Christof Reichenberger und musste gar nicht einmal doll übertreiben.

Indes war Frank Mazur von seinem Mini-Kader – er setzte notgedrungen nur acht Feld-Spieler ein – begeistert. „Wir sind auch“, sagte er, „in den letzten sechs Minuten nicht hektisch geworden.“ Fast schon nebenbei erwähnte er, dass es für ihn seit inzwischen drei Wochen Normalität sei, kaum mehr als vier, fünf Feldspieler beim Training zu haben. Zu den Abwesenden gehört auch Frank Habbe. Den Routinier zieht es beruflich nach Ost-Westfalen, und außerdem plagt den 35-Jährigen eine Fuß-Verletzung. „Für ihn ist Ende“, sagte der Halterner Coach. Was bedeutet: Ende beim HSC Haltern/Sythen. „Ersetzen können wir ihn nicht, aber die Jungs kriegen das auch so gebacken.“ Der Beweis dafür war am Samstag-Abend verdammt gut.

Gut kann es auch die HSE Hamm. Eigentlich. Und Christof Reichenberger hofft, dass sein Team in den letzten beiden Spielen des Jahres – gegen den OSC Dortmund, der am Samstag mit 29:31 gegen den TuS Hattingen verlor, sowie beim SV Westerholt, der den TuS Borussia Höchsten mit 38:37 geschlagen hat – wieder Klasse zeigen wird. „Ich verlange einfach mehr von meinen Leistungsträgern.“, betonte der Trainer des nun Tabellen-Zweiten. „Wir hatten heute nicht das Maß an Aggressivität und Agilität wie Haltern.“


HSC Haltern/Sythen: Robert, Lüger (bei einem 7m) – T. Herrmann (n. e.), L. Herrmann (4), Drüppel, Schulte-Lünzum (2), Engberding (1), J. Schrief (4/2), Schellhase (1), J. Richter (1), Redemann (n. e.), Mazur (12/3).

HSE Hamm: Lichtenegger (1.-50.), Presch (50.-60.) – Bicker (3), Korte (4), Lodenkemper (2), D. Richter, Stefek (3), Skarbalius, Feldmann (3/3), Weigel (2), M. Schrage (3), P. Schrage (1), Black (1).


Foto-Strecke zum VL-Topspiel HSC Haltern/Sythen - HSE Hamm


(Bild-Bestellungen in hoher Auflösung sind bei Biene Hagel möglich ->
biene@whp-online.de)


(Quelle: webRedaktion whp-online, 07.12.13)

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