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Der Mann am Pult

Johannes Reul: Ein kleines Porträt

Pünktlich 45 Minuten vor Spielbeginn steht er parat, erfasst die aktuellen Mannschaftsdaten in den Systemen des Handballverbands Westfalen und nimmt dann pünktlich vor dem Anpfiff seinen Platz als Zeitnehmer oder Sekretär ein. Dies Woche für Woche, in Hallen im ganzen Verbandsgebiet und egal ob mit Papierbogen, SIS oder SBO Software. Jeden Systemwechsel hat er mitgemacht und teilweise in den Heimatvereinen mit koordiniert. Denn Johannes übernimmt diese ehrenamtliche Aufgabe nicht nur bei einem (Heim-) Club, er macht es gleich bei drei Vereinen und dies mit größter Zuverlässigkeit.


Aber wie kam er zu diesem Hobby?

Geboren in Hattingen, kam er in der katholischen Jugend zum Handballsport. Als Spieler lief er bis zu seiner Bundeswehrzeit für den Verein VfL Niederweniger auf. Nach der aktiven Zeit richtete er sein Augenmerk mehr und mehr auf den Zeitnehmerjob und hier speziell im Damenbereich. Schnell wurde er auch für die Organisation bei Turnieren verantwortlich mit einbezogen.

Durch Spielerwechsel kam er dann auch mit dem HSC Eintracht Recklinghausen (heute in ETG Recklinghausen aufgegangen) in Kontakt. Dieser nahm seine Tätigkeit am Zeitnehmerpult gerne entgegen. Weil zu dieser Zeit auch Spielerinnen aus Haltern in Recklinghausen spielten und diese nach erneuter Gründung einer Halterner Damenmannschaft zur Heimatstadt abwanderten, zog er quasi mit, aber nie zu Lasten seiner bisherigen Hausvereine. Denen blieb er weiterhin treu und investierte einfach zusätzliche Freizeit in dieses Hobby, mit dem er auch viel in der Handballwelt unterwegs war.

Sehr gern erinnert er sich an die Zeit als Zeitnehmer der mA-Jugend beim HSC Eintracht Recklinghausen in der Bundesliga oder der wA-Jugend des HSC Haltern-Sythen zwei Jahre in der Oberliga, wo er regelmäßig überregional unterwegs war.

Dabei fungierte er einmal nebenbei als "Taxidienst " und brachte eine Spielerin, die erst verspätet nach Arbeitsende anreisen konnte, pünktlich zum Anpfiff in den Spielort.

Da Johannes als Konditor sein Geld verdient, bringt er den Damen-Teams zu gegebenen Anlässen (Weihnachten, bei Meisterfeiern oder zu St. Martin) immer einige Leckereien mit, die aber nicht lange auf dem Backblech verweilen.

Die Mannschaften wiederum revanchieren sich gerne für seine ehrenamtliche Tätigkeit mit kleinen Überraschungen und auch bei Aufstiegs- oder Saisonfeiern ist er immer wieder dabei.

Auch die Schiedsrichter und viele gegnerische Trainer schätzen ihn wegen seiner Regelkunde und Übersicht, die ihm auch bei hektischen Situationen auf dem Spielfeld selten verloren geht.


Johannes, wir schätzen Dich für das hohe Engagement, das Du uns Vereinen entgegenbringst.

Bleib uns noch lange treu und vor allem gesund, so dass wir nach einem guten Neustart in unser aller Lieblingssportart noch viele Erfolge gemeinsam mit Dir feiern können!

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